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Von der Idee im Jahr 2009 bis zur Anerkennung des E-Sports als Sport im Jahr 2025

2009 – Die Idee und die Namensgebung

Die Geschichte der Playing Ducks beginnt im Jahr 2009, nicht in einem Konferenzraum, sondern zwischen Leidenschaft für E-Sport, familiären Momenten und einer ziemlich ungewöhnlichen Inspirationsquelle.

Der Gründer Thorsten Mohr war zu diesem Zeitpunkt bereits tief in der E-Sport-Szene verwurzelt. Er spielte und arbeitete unter anderem für Teams wie KomaCrew und war an der Zusammenstellung von Teams für Team Thermaltake beteiligt. Diese Erfahrungen, Kontakte und Strukturen prägten sein Verständnis von professionellem E-Sport maßgeblich.

Im selben Jahr kam es zu einem richtungsweisenden Telefonat mit dem Unternehmen Sennheiser aus der Wedemark. Die damalige Marketingleitung brachte die Idee auf, dass der Gründer etwas Eigenes schaffen sollte, eine neue Organisation, eine neue Marke. Dafür war sogar ein Marketingbudget vorgesehen, um einen Namen gezielt aufzubauen und Teams an das Projekt heranzuführen.

Nach diesem Gespräch war klar, es braucht etwas Neues, etwas Eigenes, etwas mit Wiedererkennungswert. Was jedoch noch fehlte, war der Name.

Was kaum jemand weiß: Bereits vor diesem Telefonat spielte der Gründer mit seinem Sohn und bespaßte ihn mit einer Handpuppe, einer Ente. Ein rein familiärer Moment, geprägt von Spaß, Nähe und Kreativität, der zunächst keinerlei strategische Bedeutung hatte.

Und wie so oft im Leben entstand die beste Idee an einem ganz alltäglichen Ort. Auf der Toilette fügte sich plötzlich alles zusammen: Gaming, Individualität, Humor und die Ente. Der Name Playing Ducks war geboren.

Kurz darauf schlossen sich sieben Peiner zusammen und gründeten gemeinsam den Playing Ducks e. V., mit dem klaren Ziel, die Profilizenz für die damalige ESL Pro Series zu erhalten und E-Sport aus Peine auf professionelles Niveau zu heben.

2009 – Die Gründung

Von Beginn an war klar, dass dieser Verein mehr sein sollte als nur ein Zusammenschluss von Spielern. Bereits zur Gründung gelang es, ein leistungsstarkes Counter-Strike-Source-Team aufzustellen, angeführt von einem ehemaligen Alpen-EPS-Sieger sowie dem Europachampion aus Call of Duty 2 und 4.

Die Anfangszeit war geprägt von engen Netzwerken und starken Kontakten innerhalb der Szene. Die Erfahrungen des Gründers aus seiner Zeit bei KomaCrew und Team Thermaltake flossen direkt in den strukturierten Aufbau des Vereins ein.

2010 – Erste Bewährungsproben und der legendäre Beef

Bereits 2010 spielten die Ducks in Counter-Strike in der zweiten Division und verpassten mehrfach nur knapp den Aufstieg. In dieser Phase kam Alexander K. mit der Idee, ein neues Team zu testen. Als Standortbestimmung entschied man sich für eine der größten LAN-Partys Deutschlands, die NorthCon 2010 in Neumünster.

Dort überzeugte das Ducks-Team mit starken Leistungen gegen namhafte Gegner, unter anderem gegen André „Kirby“ und sein Team Neverplay. Nach überstandener Vorrunde folgte in den Playoffs das Aus gegen das Team rund um Eddy, bekannt aus früheren Pro-Gaming-Zeiten.

Sportlich kein Rückschlag, menschlich jedoch der Beginn einer Anekdote, die Vereinsgeschichte schrieb. Während des Events kam es zu einem hitzigen Wortgefecht zwischen Christian Lenz und dem Gründer der Ducks. Was genau der Auslöser war, weiß heute niemand mehr. Geblieben ist das ikonische Bild eines über zwei Meter großen Lenz, der lautstark mit dem deutlich kleineren Vereinsgründer diskutierte.

Ironischerweise sollte genau dieser Moment Jahre später eine besondere Verbindung begründen.

2011 bis 2012 – Etablierung in der Szene und Talentförderung

Durch konstante Präsenz auf LAN-Events, klare Strukturen und professionelle Organisation machten sich die Ducks schnell einen Namen in der deutschen E-Sport-Szene.

Ein besonderes Gespür für Talente bewiesen die Playing Ducks im Jahr 2012. In diesem Jahr holte der Verein einen damals erst 15-jährigen Spieler in seine Reihen: Carl Martin Erik Larsson, besser bekannt als Rekkles.

Seine Zeit bei den Ducks war kurz, erwies sich jedoch als wichtiger Schritt in einer außergewöhnlichen Karriere. Für den Verein bleibt diese Episode ein Sinnbild für nachhaltige Nachwuchsarbeit und den Mut, jungen Talenten früh Verantwortung zu übertragen.

2013 – Der Durchbruch, der EPS-Titel und das Teamhaus

Mit dem Einstieg in die CS:GO-Szene folgte der sportliche Durchbruch. Nach der Übernahme des Tabellenletzten-Slots von n!faculty und der Verpflichtung von Finn „karrigan“ Andersen gelang 2013 der größte Erfolg der Vereinsgeschichte im Counter-Strike.

Der Gewinn des ESL-EPS-Titels in den Studios in Köln machte die Playing Ducks endgültig zu einer festen Größe im deutschen E-Sport. Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten dieser Saison, insbesondere Christian Lenz, André „Kirby“, tabseN, chrisJ, LEGIJA, karrigan und shirox.

Im Anschluss entstand die Vision eines eigenen Teamhauses. Trotz anfänglicher Skepsis und vieler Vorurteile gegenüber dem E-Sport wurde ein stark renovierungsbedürftiges Reihenmittelhaus bezogen. Freunde des Vereins halfen tatkräftig, besonders in Erinnerung blieb Sören H., der im Winter aus Lübeck anreiste, um über Nacht die Heizung zu reparieren.

Nach drei Jahren folgte der Umzug in ein neues Teamhaus im Stadtzentrum von Peine, ermöglicht durch die Unterstützung der Bahr Immobilien GmbH.

2014 bis 2016 – Weitere Titel und Wachstum

2014 gewannen die Playing Ducks den Titel in der ESL Pro Series im Spiel League of Legends. Der Verein wuchs weiter, professionalisierte seine Strukturen und entwickelte neue Visionen rund um Nachwuchsarbeit, Infrastruktur und nachhaltige Vereinsarbeit.

Anfang 2015 begannen die Playing Ducks e.V. mit der Planung eines internationalen CS:GO-Offline-Turniers, das den weiblichen eSport auf professionellem Niveau präsentieren sollte. Die Gesamtorganisation und Umsetzung lag maßgeblich bei Jörg Jakob, der das Event von der Konzeption bis zur Durchführung koordinierte.

Am 19. Dezember 2015 wurde das Turnier im E-Sport Club Munich ausgetragen. Vier internationale Female-Teams traten im Best-of-3-Format um ein Preisgeld von 2.500 Euro an. Teilnehmende Teams waren: Doemouth Female, ALSEN Female, Revival Female & LGB eSports Female.

Ein besonderes Highlight war zudem die Anwesenheit der Counter-Strike-Legende Finn „karrigan“ Andersen, die dem Event zusätzliche internationale Aufmerksamkeit verlieh. Das Turnier verlief reibungslos und wurde für seine professionelle Organisation und klare Struktur gelobt. Der Erfolg der Veranstaltung ist bis heute eng mit dem Einsatz von Jörg Jakob verbunden.

2017 – Weltbühne und Verbandsarbeit

2017 waren die Ducks Mitgründer des ESBD und engagierten sich aktiv für die Anerkennung des E-Sports und dessen Gemeinnützigkeit.

Zeitgleich erreichte das Rainbow-Six-Siege-Team der Ducks das Finale der ESL Pro League Weltmeisterschaft in Katowice und wurde Vizeweltmeister. Auch wenn der Titel knapp verpasst wurde, festigte dieser Erfolg den internationalen Ruf des Vereins nachhaltig.

2020 – Neue Titel, Events und pandemiebedingter Stillstand

Im neuen Teamhaus der Playing Ducks e. V. wurden zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt, darunter Rainbow-Six-, PUBG- und CS:GO-Masters, Charity-Events sowie fünf Eltern-LANs. Parallel dazu gewann ein Ducks-Team direkt zum Release von VALORANT eines der ersten offiziellen Turniere.

Das letzte Event im Teamhaus fand im Februar 2020 statt. Nur zwei Wochen später kam es pandemiebedingt zum vollständigen Stillstand. Über zwei Jahre hinweg liefen Fixkosten wie Miete, Versicherung, Internet und Strom weiter, ohne Nutzung der Räumlichkeiten. Insgesamt entstanden Verluste von rund 28.000 Euro. Erst durch die Übernahme der Mietkosten durch einen Sponsor sowie einen solidarischen Spendenstream konnte der Verein entlastet werden.

2021 bis 2024 – Titel, Anerkennung und neue Wege

Zwischen 2020 und 2022 gewann das WarCraft-3-Team der Ducks vier Weltmeistertitel sowie fünf weitere internationale Titel. Spieler des Vereins vertraten Deutschland und weitere Nationen auf internationaler Ebene.

2023 zeichnete die Stadt Peine die Playing Ducks als Sportmannschaft des Jahres aus. Erstmals weltweit erhielt eine E-Sport-Organisation diese Ehrung durch eine Kommune, ein starkes Zeichen für die gesellschaftliche Anerkennung des E-Sports.

In den Jahren 2023 und 2024 folgten zwei Meistertitel im Spiel Dota 2, die die nachhaltige sportliche Stärke des Vereins eindrucksvoll unterstrichen.

2024 – Aufbau des Disney Lorcana-Teams

Der Playing Ducks e. V. gründete als erstes deutsches E-Sport-Team ein eigenes Squad für Disney Lorcana. Das Team gewann zahlreiche Stadt- und Regionalturniere, trat national und international an und entwickelte ein eigenes Team-Liga-Format nach Davis-Cup-Vorbild. Alle Spieltage werden live auf Twitch übertragen und im Anschluss auf YouTube veröffentlicht.

Gegründet wurde das Projekt von Marcel alias „donsl4sh“, ehemaliger Manager im Bereich WarCraft 3, der das Team maßgeblich aufgebaut hat.

2025 – Anerkennung des E-Sports

Ende 2025 folgte der Durchbruch: Die Bundespolitik gab grünes Licht, der E-Sport wurde offiziell als Sport anerkannt. Die Vorreiterrolle der Stadt Peine, die sportlichen Erfolge der Ducks und viele kleine Schritte auf kommunaler Ebene trugen maßgeblich dazu bei. Ein besonderer Dank gilt Klaus Saemann und Christian Axmann.

Schlusswort

Die Chronik der Playing Ducks ist eine Geschichte von Visionen, Rückschlägen, Streit, Zusammenhalt und außergewöhnlichem Engagement. Von den ersten LAN-Events bis zur Weltbühne des E-Sports, vom kalten Teamhaus im Winter bis zur politischen Anerkennung.

Von einer Ente aus einem familiären Moment bis zu internationalen Titeln zeigt diese Geschichte, dass Leidenschaft, Durchhaltevermögen und Teamgeist nicht nur Spiele und Meisterschaften gewinnen können, sondern auch Geschichte schreiben.

Die Playing Ducks sind nicht am Reißbrett entstanden, sondern aus Mut, Herzblut und echter Überzeugung, getragen von Menschen, die an eine Idee geglaubt haben. Eine Idee, die an einem ganz alltäglichen Ort geboren wurde und ihren Weg bis in die Geschichtsbücher des E-Sports gefunden hat.

Ein besonderer Dank gilt allen, die den Verein über Jahre hinweg geprägt haben. Stellvertretend genannt seien
Uwe G., Jannik H., Thomas W., Alexander K., Daniel P., Christina K., Sören H., Christian S., Sascha M., Christian L., Anton E., Jörg J., Dennis H., André K. und Marcel R.

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